Eine Besonderheit neben anderen Symbolen mit Bezug zum Nationalsozialismus ist die Schwarze Sonne in zweifacher Hinsicht. Zum einen ist die Schwarze Sonne ein Symbol, welches erst deutlich nach dem Nationalsozialismus in Erscheinung getreten ist. Es hatte während der NS-Zeit im Gegensatz zu anderen Symbolen keine bekannte Bedeutung oder Funktion. Zum anderen ist es eine Neukreation, die nicht aus dem Repertoire der germanischen und nordischen Symbolik oder des Kaiserreiches übernommen wurde.
In der Schwarzen Sonne sind drei Hakenkreuze sowie am äußeren Rand zwölf gespiegelte Sig-Runen erkennbar. Vorlage dafür war ein Bodenornament im durch die SS umgebauten nordrhein-westfälischen Schloss Wewelsburg. Die ursprüngliche Bedeutung oder der Name des Symbols ist nicht bekannt. Vor diesem Hintergrund ist die Schwarze Sonne jedoch nicht verboten, was zu ihrer Popularität beigetragen hat. Zunächst nur als Ersatz für das verbotene Hakenkreuz hat es sich zunehmend als Erkennungszeichen der Szene durchgesetzt und ist inzwischen häufig als Motiv auf Szeneklamotten, als Tattoo oder Schmuckstück zu sehen.
Strafbarkeit
Die Schwarze Sonne ist nicht strafbar.

