Mit dem 2010 unter anderem von Jürgen Elsässer gegründeten Compact Magazin wurde der Grundstein für das zentrale Medienunternehmen der Neuen Rechten gelegt. Dabei zeichnet es sich dadurch aus, eine Brücke zwischen vermeintlichen Linken und Rechten zu schaffen. Mittels einer solchen Querfront soll die Basis für einen Systemwechsel geschaffen werden.
Von Beginn an verbreitete Compact verschwörungstheoretische Inhalte und versuchte sich während der Covid-19-Pandemie als wichtiges Medium der Querdenken-Bewegung zu etablieren. Auch dies erfolgte mit dem Ziel, die eigene Bewegung breiter aufzustellen. Trotz der deutlichen Ablehnung von Bundesrepublik und Demokratie wird das Compact Magazin in vielen Kiosken verkauft. Parallel dazu wird die Webpräsenz weiter ausgebaut und auch eine abendliche Nachrichtensendung produziert.
Compact ist als enger Bündnispartner der AfD zu betrachten. So wird einerseits den Positionen der Partei Reichweite gegeben und Gedenkmünzen mit Personen aus der ersten Reihe der Partei geprägt. Außerdem wurde 2024 versucht, die Wahlkämpfe der Partei durch eine eigene Veranstaltungsreihe zu stärken. Erst nachdem die Bundestagsverwaltung eine illegale Parteienfinanzierung vermutete, wurde um Abgrenzung gerungen. Zudem arbeiteten Mitglieder der Redaktion zeitweilig für Abgeordnete der AfD, während letzteren viel Raum zur Verbreitung eigener Positionen geboten wird.
2024 wurde Compact durch das Bundesinnenministerium verboten. Das Verbot wurde aber einerseits durch das Magazin „Nänsi“ einer anderen Redaktion umgangen und zum anderen innerhalb weniger Wochen gerichtlich in Teilen eingeschränkt, sodass Compact seine wirtschaftlichen und publizistischen Tätigkeiten verfolgen kann. Das Urteil des Bundesgerichtshofes steht noch aus.

