Parteien und parteinahe Vereinigungen

Die Frage der Organisierung ist für die extreme Rechte nicht weniger bedeutsam als für andere politische Strömungen. Die Gründung von Parteien folgt dabei dem Ziel, einen möglichst hohen Schutz vor staatlicher Repression zu haben. So zeigen die gescheiterten Verbotsverfahren gegen die NPD (heute Die Heimat) und das Ringen um die Einstufung der AfD durch die jeweiligen Verfassungsschutzämter wie schwer ist, eine Partei zu verbieten. Zudem ermöglicht die Organisierung als Partei die Teilnahme an Wahlen und bei einem erfolgreichen Abschneiden den Zugang zu staatlichen Ressourcen. Allerdings sind Parteien und die ihnen nahestehenden Organisationen wie Jugendverbände dahingehend eingeschränkt, dass ihr besonderer Status mit einer erhöhten Wachsamkeit der Öffentlichkeit und der Behörden gegenüber illegalen Aktivitäten einhergeht.
Die Parteien unterscheiden sich stark nach Größe und Bedeutung. Während die AfD inzwischen mehrere zehntausend Mitglieder hat und in einigen Regionen eine dominante Position inne hat, ist beispielsweise Die Rechte trotz des Versuchs eines bundesweiten Aufbaus eine ausschließlich in Dortmund relevante Partei geblieben, die lediglich ihren Hauptsitz in Parchim hat. Mittlerweile hat sich aber auch aus diesen Orten zurückgezogen.

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